Stadtentwicklung
Räumliche Konzepte
Status:abgeschlossen
Zeitraum:2019-2020
Ort:Gauting, Germering, Gräfelfing, Krailing, München, Neuried, Planegg, Starnberg
Auftraggeber:Regionalmanagement München Südwest
Projektteam:Agnes Förster, Andreas Bernögger, Lucas Schneider Zimmer, Frederike Hein, Anna Schlundt
In Zusammenarbeit mit:Wüstinger + Rickert Architekten und Stadtplaner

ZUKUNFTSVISION WÜRMREGION 2035+

Gemeinsames Zukunftsbild für Mobilität und Siedlungsentwicklung

Der Münchner Südwesten zwischen Starnberger See, Forstflächen und der Würm bietet hohe Lebensqualität. Zugleich ist die Verkehrsdichte hoch und der öffentliche Nahverkehr wird wenig genutzt. Auf Grundlage des Raumordnerischen Entwicklungskonzepts (ROEK) von 2014 entwickeln acht Gemeinden gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Bevölkerung eine Zukunftsvision für 2035. Sie denkt Mobilität und Siedlungsentwicklung zusammen. Das Projekt zeigt, wie aus dieser interkommunalen Zusammenarbeit konkrete Maßnahmen für die Region entstehen.

Ein Zielbild für die Region 2035

Der Münchner Südwesten bildet mit dem Würmtal und den Ausläufern der Stadt München einen heterogenen Raum. Reizvolle Landschaft zwischen Starnberger See, Forstflächen und der Würm treffen auf eine – auch im europäischen Vergleich – geringe Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Sie ergibt sich aus der Trennung von Wohn- und Arbeitsstätten. Deshalb müssen Mobilität und Siedlungsentwicklung zusammen gedacht und weiterentwickelt werden. Auf Grundlage des Raumordnerischen Entwicklungskonzepts (ROEK) von 2014 erarbeiteten wir gemeinsam mit Wüstinger + Rickert Architekten und Stadtplaner sowie mit Politik und Verwaltung der acht Kommunen einen ersten Entwurf der Zukunftsfelder. In mehreren Abstimmungsrunden und durch die Beteiligung in den Gemeinden verdichtete sich dieser Entwurf zur gemeinsamen Zukunftsvision Würmregion 2035+.

Prozessdesign der Zukunftsvision Würmregion 2035+

Aufsuchende Beteiligung der Gemeinden

Die interkommunale Öffentlichkeitsbeteiligung war herausfordernd, weil sich über acht Gemeinden hinweg viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen sollen. Nach dem Motto „Regional denken, lokal handeln" setzten wir auf dezentrale, aufsuchende Beteiligung. An mobilen Dialogständen stimmten die Menschen mit „Würmtalern" über die für sie wichtigsten Zukunftsfelder ab. Ihre Ideen markierten sie mit Fähnchen auf einer Karte der Region. Die zahlreichen eingeworfenen Würmtalern und gesetzten Fähnchen ergaben ein breites Meinungsbild, das direkt in die Weiterentwicklung der Zukunftsfelder einfloss.

Unser mobiler Dialogstand mit den Zukunftsfeldern und der Regionskarte
Ideensammlung an der Karte der Würmregion