Stadtentwicklung
Räumliche Konzepte
Status:abgeschlossen
Zeitraum:2020–2023
Ort:München
Auftraggeber:Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Projektteam:Agnes Förster, Lucas Schneider Zimmer, Bernadette Brunner, Tanja Gerum
Kooperationspartner:Burkhardt | Engelmayer | Mendel Landschaftsarchitekten Stadtplaner Part mbB; bgsm Architekten Stadtplaner m.b.B.
ProjektwebsiteGartenstadt München

RAHMENPLANUNG GARTENSTADT

Leitfaden für die Münchner Gartenstädte

Gartenstädte prägen weite Teile Münchens. Zugleich wächst der Druck zur Nachverdichtung. Auf der ersten Rahmenplanung von 2017/18 haben wir aufgebaut und für die Gebiete Obermenzing, Pasing und Solln weitere Rahmenpläne erarbeitet. Die Untersuchung umfasste einen gesamtstädtischen Ansatz mit systematisierten Blöcken der Münchner Gartenstadt. Hinzu kam für jedes Untersuchungsgebiet ein eigener Rahmenplan.

Blocktypisierung als gemeinsame Basis

Wir untersuchten die drei Gebiete auf drei räumlichen Ebenen: Parzelle, Block und übergeordneter Rahmen. Ausgangspunkt war die Frage: „Was gibt die einzelne Parzelle der Münchner Gartenstadt zurück?" Daraus leiteten wir spezifische Qualitätsmerkmale ab und prüften sie stichprobenartig in den Gebieten.
Darauf aufbauend entwickelten wir eine Blocktypisierung mit fünf Grundtypen. Diese unterscheiden sich zunächst durch ihre übergeordneten Freiraumstrukturen. Je nach Bebauung und Freiraumcharakter gliedern sie sich in weitere Untertypen. Das Baukasten-Prinzip schafft dabei eine gemeinsame Grundlage. Sie hilft, Charakter und Qualitäten der Gartenstadtgebiete zu sichern, und dient der Baugenehmigungsbehörde als Gesprächsgrundlage mit Bauherr:innen.

Überblick der exemplarischen Blocktypen der Münchner Gartenstadt
Qualitätsmerkmal "Blickbeziehungen ins Grüne"
Qualitätsmerkmal "Rhythmus zur Straße"
Qualitätsmerkmal "Vorgärten und Vorbereiche"
Qualitätsmerkmale der Münchner Gartenstadt

Steckbriefe als Werkzeug für die Praxis

Steckbriefe beschreiben den spezifischen Charakter jedes Blocktyps. Sie geben konkrete Empfehlungen, wie sich die jeweiligen Qualitäten sichern lassen. Dieses Werkzeug erleichtert lokalen Baugenehmigungsbehörden den Dialog mit Bauherr:innen und lässt sich auf weitere Münchner Gartenstädte übertragen. So entsteht ein praxisnahes Instrument, das Planungssicherheit schafft und zugleich den baulichen Charakter der Gartenstadtgebiete bewahrt.

Rahmenpläne für Münchens Gartenstädte

Für jedes Untersuchungsgebiet leiteten wir außerdem gebietsspezifische Aussagen ab. Grundlage sind die Kartierung der Blocktypen, des Baumbestands, des Straßencharakters sowie der übergeordneten Ein- und Anbindung. So werden die Besonderheiten vor Ort sichtbar.
In einer Synthese verknüpften wir die Aussagen auf Blockebene mit Zielaussagen zum stadt- und freiräumlichen Gesamtzusammenhang. Dabei verweisen wir auf die jeweiligen Steckbriefe. Für charakteristische Teilbereiche formulierten wir zudem zusammenfassende Entwicklungsziele und Empfehlungen. Eine Zusatzkarte zeigt außerdem, wie bestehende Instrumente der Landeshauptstadt München die identifizierten Qualitäten planungsrechtlich sichern können.

Untersuchungsgebiet Pasing - Blockweise Qualifikation
Untersuchungsgebiet Obermenzing - Zielaussagen zu Stadt- und Freiraum
Untersuchungsgebiet Solln - Sicherungsbedarfe