Architektur
DenkmalschutzRäumliche Konzepte
Status:abgeschlossen
Zeitraum:2023–2024
Ort:München Harthof
Auftraggeber:Evang.-Luth. Dekanatsbezirk München
Leistungsphasen:Machbarkeitsstudie, Antrag Vorbescheid
Projektteam:Jan Kurz, Nina Kirste, Leila Unland

NEUORDNUNGSKONZEPT VERSÖHNUNGSKIRCHE

Machbarkeitststudie zum Neuordnungskonzept Versöhnungskirche Hugo-Wolf-Straße

Machbarkeitsstudie am Denkmal

Die Versöhnungskirche wurde 1957 zusammen mit einem Pfarrhaus und einem winkelförmigen Gemeindehaus errichtet. In den 1970er Jahren kamen an das Gemeindehaus zunächst ein Kindergarten und später eine heilpädagogische Tagesstätte hinzu.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Einzeldenkmal eingetragen. Die übrigen Gebäude sind größtenteils eingeschossig, einfach gebaut und nicht denkmalgeschützt. Sie sind zum Teil in schlechtem Zustand. So musste der Kindergartenbetrieb bereits vor einigen Jahren eingestellt werden.

Lageplan Neuordnung
Nutzungsverteilung im Neubau

Konzepte für gemeinwohlorientierte Nutzungen

Der Raumbedarf der Gemeinde ist gesunken. Der Bedarf der heilpädagogischen Tagesstätte ist dagegen deutlich gestiegen. Im Quartier gibt es zudem weiteren sozialen Bedarf. Eine Untersuchung hatte gezeigt, dass sich die bestehenden Gebäude nicht aufstocken lassen. Deshalb wurde für das Areal geprüft, welches Volumen ein Ersatzneubau aufnehmen könnte.
Der bestehende Bebauungsplan ließ zunächst nur die vorhandenen Flächen zu. In enger Abstimmung mit den Genehmigungs- und Denkmalschutzbehörden sowie dem Kreisheimatpfleger konnte für die gemeinwohlorientierten Nutzungen jedoch ein deutlich größeres Volumen entwickelt werden.

Anbau und Neubau im Kontext des Kirchengebäudes

Damit der Grad der Bodenversiegelung nicht steigt, übernimmt der Neubau die Grundfläche und die Winkelform des Bestandsgebäudes. Der Baukörper entwickelt sich von einem dreigeschossigen Längsbau zu einem fünfgeschossigen Kopfbau. Der Verzicht auf das zurückspringende Attikageschoss hält den Baukörper bewusst schlicht. So bietet er einen ruhigen Rahmen für das Kirchengebäude auf polygonalem Grundriss. Nur einzelne eingefügte Dachterrassen lockern die Trauflinie des Neubaus etwas auf.

Das Zentrum für Inklusion soll neben den Räumen für die Gemeinde und der deutlich erweiterten heilpädagogischen Tagesstätte auch eine Tagespflege, Wohngruppen für Menschen mit Behinderung, eine Wohneinrichtung für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf, Wohnungen für Auszubildende und Mitarbeitende der Diakonie, Begegnungsräume sowie Räume für den evangelischen Pflegedienst aufnehmen.

Lageplan Kirchenareal zwischen Grünzonen
Schnitt Gebäudevolumen