Klimaspaziergang durch den Landschaftspark
Stadtentwicklung
Aktivieren & testenProzesse gestalten & beteiligen
Status:abgeschlossen
Zeitraum:2024–2026
Ort:Landschaftspark West, München
Auftraggeber:Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München
Projektteam:Mira Groos, Pauline Sirch
In Zusammenarbeit mit: freiwurfLA, Börries van Detten
Projektwebsiteder Stadt München

PERSPEKTIVEN IM LANDSCHAFTSPARK WEST

Dialogprozess zur Fortschreibung des Masterplans Landschaftspark West

Für die Fortschreibung der freiraumbezogenen Masterplanung im Landschaftspark West begleiten wir den Dialogprozess. Ziel war es, einen gemeinsamen Wissensstand herzustellen, Vertrauen aufzubauen und die unterschiedlichen Perspektiven von Fachverwaltung, Schlüsselakteur:innen und Öffentlichkeit früh in die Planung einzubeziehen. Das Projekt zeigt, wie lokales Wissen und fachliche Anforderungen ko-kreativ in Empfehlungen für die Masterplanung einfließen.

Viele Perspektiven, ein Landschaftsraum

Der rund 200 Hektar große Landschaftspark West in Laim erfüllt viele Funktionen. Er dient der wohnortnahen Erholung, der Lebensmittelproduktion und der Kühlung der Stadt. Für seine Weiterentwicklung trafen dabei ganz unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Eigentümer:innen und Pächter:innen bewirtschaften große Teile der Fläche. Bezirksausschüsse und Naturschutzverbände vertreten lokale Interessen, und die Fachverwaltung bringt übergeordnete Anforderungen aus Klima-, Mobilitäts- und Bauplanung ein. Diese Vielstimmigkeit verlangte einen strukturierten Dialogprozess, damit die Fortschreibung der Masterplanung auf einer breiten und tragfähigen Grundlage stehen kann.

Bewirtschaftete Felder im Landschaftspark West: Erholung, Lebensmittelproduktion und Kühlung am Stadtrand von München

Ko-kreativer Dialogprozess

Bei der Fortschreibung der Masterplanung haben wir Fachverwaltung, Schlüsselakteur:innen und Öffentlichkeit kontinuierlich mit eingebunden. Neben dem Austausch mit städtischen Referaten sprachen wir gezielt Bezirksausschüsse, Grundstückseigentümer:innen und Pächter:innen sowie die Bürgerinitiative „Landschaftspark West“ an. Zum Schutz sensibler Informationen geschah das teils in eigenen, nicht öffentlichen Formaten. Für die Öffentlichkeit richteten wir eine Projekt-Mailadresse und einen Newsletter mit über 200 Adressat:innen ein. In drei Phasen – Informieren und Wahrnehmen, Entwickeln und Reflektieren, gemeinsam Evaluieren und Finalisieren – verdichteten wir die Erkenntnisse schrittweise zu den Empfehlungen für die Masterplanung.

Ideenworkshop mit örtlichen Institutionen, Vereinen, Initiativen und Anwohner:innen zur Gestaltung von Aktionen über die Sommermonate.
Poster im Landschaftspark luden die Akteure zur Teilnahme ein.

Freiraumaktivierung

Ergänzend zu Workshops und Fachabstimmungen entwickelten wir im Dialogprozess temporäre Aktionen. Sie machen den Landschaftsraum unmittelbar erlebbar und sprechen neue Zielgruppen an. Bei „Von Hitzeinseln und Kaltluftströmen“ informierten wir über die stadtklimatische Funktion des Parks. Die Wildkräuterwanderung „Essbarer Landschaftspark“ verbindete Naturerlebnis mit Einblicken in drei Betriebe. „Landschaft wahrnehmen und festhalten“ eröffnete mit Malerei und Wander-Improtheater neue kulturelle Zugänge. So entstanden weitere Perspektiven und Akzeptanz für die Empfehlungen zur Masterplanung.

Klimaspaziergang durch den Landschaftspark
Programmübersicht "Sommer im Landschaftspark"
Malkurs "Landschaft wahrnehmen und festhalten"