Architektur
DenkmalschutzWohnraum entwerfen
Status:abgeschlossen
Zeitraum:2019 - 2021
Ort:München-Harlaching (Isarhochufer)
Auftraggeber:privat
Leistungsphasen:1-8
Projektteam:Jan Kurz, Lea Danzi, Gianna Neumann

SANIERUNG STADTHAUS HARLACHING

Ein Wohnhaus findet zu seinem ursprünglichen Charakter zurück

Ein Haus aus den 1940er-Jahren wird behutsam in die Gegenwart weitergeschrieben. Die ursprüngliche Formensprache wird freigelegt und mit wenigen neuen Elementen ergänzt.

Im Inneren öffnen sich die Räume zu neuen Verbindungen und Ausblicken. Der erhaltene Dachstuhl prägt den großzügigen Raum im Dachgeschoss, dessen großes Fenster den Blick ins Grün des Isarhochufers lenkt.

Eine neue Gebäudehülle und Pelletheizung verbinden den sensiblen Umgang mit dem Bestand mit zeitgemäßem und bewusstem Wohnkomfort.

Rückkehr zur ursprünglichen Formensprache

Am Isarhochufer in München-Harlaching wird ein Wohnhaus aus den 1940er-Jahren behutsam in die Gegenwart geführt. Der Umbau knüpft an die ursprüngliche Gestalt des Hauses an und gibt ihm zugleich Raum für ein zeitgemäßes Familienleben.
Die klare Putzgliederung, der geringe Dachüberstand, Holzfenster mit Sprossen und Fensterläden werden wiederhergestellt. Neue Elemente greifen die ruhige Formensprache des Bestands auf und führen sie selbstverständlich weiter. Auch die neu angegliederte Garage versteht sich als Teil des Hauses – als kleines Haus neben dem Haus.
Der behutsame Umgang mit dem Bestand setzt sich auf technischer Ebene fort: Eine gedämmte Gebäudehülle und der Wechsel von der Ölheizung zur Pelletheizung verbessern die energetische Qualität des Hauses, ohne seine charakteristische Gestalt zu verändern.

Eingangsbereich mit Duchblick in den Garten
Fassadenansicht der Gartenseite mit wiederhergestellter Sprossengliederung und Fensterläden

Neue Raumfolge und Dachgeschoss mit Galerie

Im Inneren wird die ehemals kleinteilige Struktur behutsam geöffnet. Neue Raumverbindungen und Durchblicke lassen Licht tiefer in das Haus fallen und schaffen einen fließenden Zusammenhang zwischen den Geschossen und dem Garten.
Im Erdgeschoss entsteht ein gemeinsamer Mittelpunkt für die Familie: Wohnen, Kochen, Essen und Bibliothek gehen ineinander über. Die bauzeitliche Treppe bleibt erhalten und verbindet die Räume über die Geschosse hinweg. Mit neuen Öffnungen wird diese Einbindung gestärkt.
Im Dachgeschoss entsteht ein großzügiger Raum mit Galerie. Der alte Dachstuhl aus Holz bleibt sichtbar und wird durch präzise gesetzte Stahlbauteile ergänzt. Zum Isarhochufer öffnet sich der Raum mit einem großen Fenster und einer Sitznische. Der Blick in das dichte Grün wird Teil des Raumes – ein ruhiger Ort zum Lesen, Arbeiten und Verweilen.
Der Umbau bewahrt die Geschichte des Hauses und entwickelt sie behutsam weiter. Bestehendes und Neues treten in einen selbstverständlichen Dialog

Straßenansicht mit angegliederter Garage als „kleines Haus“
Dachgeschoss mit Galerie und altem Dachstuhl aus Holz
bauzeitliche Treppe mit neuen Öffnungen als Verbindung
wettergeschützter Freisitz als Zugang zum Garten
bauzeitliche Treppe mit neuen Öffnungen als Verbindung